7.5.2025

Unsere erste Reise mit dem Camper im Jahr 2025 führt uns ans Meer, genauer gesagt an Orte, in welchen wir schon vor Jahren unsere Familienurlaube verbracht haben. Bibione, Lignano und Rovinj, um nur einige zu nennen.

Das erste Ziel ist der Camping Capalonga in Bibione Pineda. Die 425 km bis dorthin sind ausnahmensweise heute angenehm zu fahren, dank Schönwetter und wenig Verkehr. Vor 16 Uhr checken wir ein und beziehen eine Parzelle in Strandnähe. Tisch und Stühle raus, Strom anstecken, die Räder aus der Garage, wir wollen heute noch eine kleine Tour nach Bibione machen und event. dort abendessen. Dabei erkunden wir auch den Campingplatz und radeln auf der Promenade nach Bibione, vorbei am Hotel Ariston. Das Hotel war lange Zeit in den 1990er Jahren, also vor unserer Campingzeit, unser Urlaubshotel. Gleich in der Nähe gibt es das Restaurant Atmosphera, hungrig sind wir sowieso, wir freuen uns schon auf die erste Pizza 2025. Die Pizzen sind lecker, das Bier kühl, zufrieden radeln wir zurück zum Campingplatz und planen schon für morgen...

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8.5.2025

Die erste Nacht 2025 im Camper war sehr gut. Gefrühstückt wird im Wohnmobil, weil gerade ein Gewitter über Bibione hereinzieht. Der Spuck ist aber rasch vorbei und somit steht unserer Radtour nach Lignano nichts mehr im Weg. Es geht auf Asphalt und Schotter entlang der Adria vorbei am Leuchtturm Faro di Punta Tagliamento und weiter zum Fluss Tagliamento. Für 2€ überqueren wir den Fluss mit der Fahrradfähre und radeln durch Lignano bis zum Yachthafen, immer wieder vorbei an Gebäuden und Gegenden die uns an unsere Adria-Urlaube vor 30 Jahren erinnern. Den Heimweg nehmen wir durchs Hinterland von Bibione, somit kommen am Ende des Tages dann doch 43 km zusammen.

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9.5.2025

Heute fahren wir weiter nach Grado. Dazu müssen wir die gesamte Lagune auf der Nordseite umfahren. In Grado gibt es mehrere Campingplätze, wir haben uns den Camping Al Bosco ausgesucht. Dieser ist der am nähesten zur Stadt gelegene Platz. Man könnte von hier aus auch zu Fuss nach Grado spazieren, wir nehmen aber die Ebikes. Der Platz selbst ist schon sehr in die Jahre gekommen und schreit nach einer Renovierung. Die Sanitäranlagen sind teilweise ohne Funktion, versperrt und schmutzig, und dafür muss man auch noch extra bezahlen! Auch sind die Parzellen eng und ungepflegt, einzig die Lage des CP und des Strandes sind schön. Wir bleiben nur 2 Nächte, länger würden wir hier nicht stehen wollen. Am Nachmittag radeln wir entlang der Promenade nach Grado.

Grado, die Lagunenstadt, ist ein Küstenort mit einer venezianisch anmutenden Altstadt, deren Plätze und Gassen von malerischen Fischerhäusern flankiert sind. Den Platz Campo dei Patriarchi in der Altstadt beherrscht die Basilika Santa Eufemia und die angrenzende Basilika Santa Maria delle Grazie, die älteste von Grado. Grado ist als Sonneninsel bekannt, weil ihre drei Kilometer Strand in Südlage nie im Schatten liegen und auch weil die Sonne hier, aufgrund des besonderen Mikroklimas, nie versagt.

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10.5.2025

Die Sonne lacht vom Himmel, so schmeckt das Frühstück vorm Womo gleich doppelt so gut. Der CP ist inzwischen gut ausgelastet. Die desolaten Sanitäranlagen sind voll ausgelastet, gut, dass wir was Dusche und WC betrifft mit unserem Camper gut ausgestattet sind. Somit verzichten wir gerne auf das morgendliche Ritual im Sanitärblock und nutzen unsere Womo-Dusche. Danach starten wir mit den Ebikes zur grossen Lagunen-Runde durch das Naturschutzgebiet im Osten bis hinauf zur antiken Stadt Aquileia. Eine schöne 56 km -Tour auf gut ausgebauten Radwegen und Strassen wartet auf uns. Besonders die ersten Kilometer nach Osten durch die Lagune entlang der Adria begeistern uns. Aquileia mit seinen antiken Ausgrabungen wird von uns ausgiebig besichtigt, und nach einer kleinen Einkehr nehmen wir den Radweg auf dem Damm über die Isola Gorgo zurück nach Grado. Das war der erste italienische Teil der Reise, morgen wechseln wir nach Istrien in Kroatien.


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11.5.2025

Nach dem Frühstück räumen wir alles ins Womo und machen uns auf den Weg nach Rovinj/Istrien. Da wir Zeit haben, fahren wir nur mautfreie Strassen durch Slowenien und Kroatien. Es geht entlang der Adria durch Koper und Izola (SLO) zur Grenze nach Kroatien bei Dragonja. Entlang der Strassen bieten viele Einheimische Obst, Gemüse, Wein und Spiritosen an. Auch wir decken uns mit Obst u. Gemüse für die nächsten Tage ein. Kurz nach 14 Uhr sind die 155 km Fahrt geschafft und wir checken am CP Val Saline in Rovinj ein. In der Vorsaison sind noch viele schöne Parzellen frei. Parzelle Nr. 210 wird für die nächsten Tage unsere sein. Tisch und Stühle sind schnell ausgepackt, noch schnell die Markise ausgefahren, mehr ist für heute nicht geplant, nur relaxen, in der Sonne liegen und geniessen...

Abends besuchen wir das Campingplatz-Restaurant - die ersten Calamari 2025 schmecken ausgezeichnet!


12.5.2025

Wir haben wunderbar geschlafen und frühstücken bei herrlichen Wetter mit Blick auf die Badebucht Val Saline. Auch für heute ist nur ,,süsses Nix-Tun" geplant. Ausser ein paar Spaziergängen auf den riesigen Campingplatz und ein wenig schwimmen im beheizten Pool. Wir machen es uns gemütlich auf unserer Parzelle mit lesen, instagramen, whatsappen, usw...

13.5.2025

Das nennt man Wetter-Glück, auch heute wird wieder ein strahlend schöner, warmer Frühlingstag. Angenehme Temperaturen von 23 - 25 Grad sind ideal für eine Ebike-Tour entlang der Küste nach Süden. Zuerst durchqueren wir Rovinj mit seiner neuen Marina, dann geht es durch eine parkähnliche Landschaft auf einen Rad- und Spazierweg bis zum grossen Camping Polari. Viele Jahre haben wir hier eine schöne Zeit verbracht, inzwischen ist der Platz nicht mehr interessant für uns, - zuviele Mobile homes, - zuviel Animation. Retour radeln wir den gleichen Weg, weil dieser grossteils autofrei ist. Immer wieder machen wir eine Pause an der felsigen Küste, dazwischen gibt es ein paar Badebuchten mit Kiesstränden und auch Kioske und Bars dürfen nicht fehlen. So brauchen wir für diese 36 km Tour doch ein paar Stunden und sind erst am späten Nachmittag zurück auf dem CP. Nach dem Abendessen bewundern wir bei einen Gläschen Wein den Sonnenuntergang über der Bucht von Val Saline.

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14. 5. 2025

Daniela wünscht sich heute einen Badetag, da bin ich natürlich sofort einverstanden, und somit gibt es von heute nicht viel zu berichten. Ausser, dass die Adria noch recht kühl (19 Grad) ist, und wir uns über den angenehm beheizten Pool freuen. Das Abendessen nehmen wir wieder im CP-Restaurant ein und werden auch diesmal nicht enttäuscht.

15.5.2025

Den letzten Tag in Istrien wollen wir mit einen Ausflug nach Rovinj verbringen. Mit den Ebikes fahren wir auf den neu angelegten Fahrradstreifen entlang der Hauptstrasse und sind nach ca. 5km in Rovinj. In der Vorsaison ist die Altstadt noch gut erkundbar, das haben wir schon ganz anders erlebt. Juli, August und September ist für einen Besuch nicht zu empfehlen, die Altstadt ist extrem überlaufen, Touristen aus der ganzen Welt reisen mit Auto, Bus, Kreuzfahrtschiff und Flugzeug an um die pittoreske alte Stadt zu besuchen. Nachmittags liegen wir am oder im Pool und abends wird der Grill aktiviert.

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16.5.2025

Heute kehren wir wieder zurück nach Italien. Wir fahren 130 km zurück nach Sistiana zum Camping Mare Pineta. Sistiana liegt nur ein paar Km westlich von der Hafenstadt Triest, also ideal für einen Stadtbesuch. Triest werden wir aber erst morgen besuchen, heute wollen wir eine Spaziergang auf dem Rilke-Pfad zum Castello di Duino machen.

Der Rilkeweg oder auch “Sentiero Rilke” ist ein 2,2 km kurzer Wanderweg entlang der Küste mit zahlreichen phänomenalen Aussichten auf die schroffe Felsküste und die Bucht bei Triest. Ziel der Wanderung ist das ebenfalls sehr sehenswerte, auf einem Felsvorsprung thronende Castello di Duino, auf das sich schon unterwegs immer wieder grandiose Ausblicke ergeben. Der Sentiero Rilke ganz in der Nähe von Triest ist daher auch ein Paradies für Fotografen.

Warum heißt der Rilkeweg “Rilkeweg”?

Weil der Dichter Rainer Maria Rilke in den Jahren 1911 und 1912 zu Gast im Castello di Duino war und in der Zeit seine “Duineser Elegien” schrieb, wurde ihm zu Ehren dieser Küstenweg so benannt. Dass Rilke selbst dort entlanggegangen ist, ist sehr wahrscheinlich, da er viele ausgedehnte Spaziergänge in der Umgebung von Triest und bei Duino unternommen hat.

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17.5.2025

Unzählige mal sind wir an der Hafenstadt Triest vorbeigerauscht auf unseren Wegen nach Süden, aber besucht haben wir Triest nie. Heute ist es endlich soweit. Direkt vor dem CP ist die Bushaltestelle nach Triest. Nach ein paar Minuten kommt auch schon der Bus, doch der will uns nicht mitnehmen - rauscht einfach vorbei!? Nach einer halben Stunde warten kommt der nächste, - wir geben Handzeichen - und siehe da - er hält und nimmt uns mit. Nach ca. 20 Min. Fahrt sind wir mitten in Triest.

Die Hafenstadt liegt im schmalen Landstrich zwischen der Adriaküste und dem Karst an der Grenze zu Slowenien. Im Bild der Stadt, die eine mittelalterliche Altstadt und ein klassizistisches österreichisches Viertel umfasst, vereinen sich Einflüsse aus Italien, Österreich-Ungarn und Slowenien. An drei Seiten von repräsentativen Prachtbauten umgeben – im Nordwesten zum Meer hin offen – die Piazza Unità d’Italia ist Zentrum und Hauptplatz von Triest. Dort stehen beispielsweise das 1875 im Stil der Neorenaissance erbaute Rathaus, der Palazzo Municipio, oder der Palazzo del Lloyd Triestino. Venezianisches Flair verströmt der im Theresianischen Viertel gelegene Canal Grande. Seit dem 18. Jahrhundert ist der Hafen von Triest Freihafen für Kaffeeeinfuhr und einer der wichtigsten Mittelmeerhäfen für Kaffeehandel.

Auch wir lassen uns den Cappuccino schmecken und flanieren noch eine Weile durch die Gassen und am Canale Grande entlang. Nachmittags fahren wir wieder mit dem Bus retour zum Camping Mare Pineta. Das war es dann auch schon auf dieser Reise zur oberen Adria, wir haben viel neues und altes bekanntes gesehen, es war schön und interessant. Morgen machen wir uns auf die 460 km lange Heimfahrt.

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Ganz unten gibt es noch ein Youtube - Video von unserer Frühjahrstour an die obere Adria.