21.5.

Eigentlich sollte diese Reise nach Apulien gehen, doch die Wettervorhersagen für die nächsten Tage für Apulien und die restlichen Adria sind sehr bescheiden. Kurzfristig planen wir um und machen uns auf den Weg nach Südfrankreich, dort soll das Wetter stabil sein und bleiben. Daniela kommt mittags heim von der Arbeit und wir fahren sofort los über den Brenner zum Tagesziel Peschiera am Südufer des Gardassees. Es ist Mittwoch, also der Verkehr auf der A22 hält sich GsD in Grenzen und so checken wir kurz nach 16:00 Uhr am Stellplatz in Peschiera ein. Der Platz ist nur halbvoll, das haben wir schon anders erlebt, es ist eben noch Vorsaison. Nach dem Abendessen vorm Womo spazieren nach Peschiera und trinken noch ein Gläschen Weisswein in einem Cafe am Kanal, doch dann müssen wir zurück zum Womo und den Ablauf der nächsten Tage ungefähr planen. U. a. wollen wir nach St.Tropez und da wird es wohl ohne Reservierung einer Campingparzelle nicht gehen, zumal ein verlängertes Wochenende auch noch bevor steht. Doch morgen wollen wir zuerst die Provence erreichen, fast 600 km müssen wir noch fahren...

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22.5.

Gut ausgeruht gehts dann schon um 8:00 Uhr los Richtung Frankreich. Wir entscheiden uns für die E25/E80, also die Autobahn der Küste entlang. Das ist nicht die kürzeste Route in die Provence, aber die mit den meisten Autobahn-Anteil. So sparen wir uns ein wenig ,,Rumgekurve" - davon gibt es später noch ausreichend in der Provence. Verkehr u. Wetter sind auf unserer Seite, und so erreichen wir schon um 15:00 Uhr unser Tagesziel, den Stellplatz bei Moustiers-Sainte-Marie.

Hierzu folgendes: Wir nutzen in Frankreich vorwiegend das System von Camping-Car Park und sind sehr zufrieden damit. Das Stellplatznetz dieses Anbieters ist sehr dicht und bietet alles was wir brauchen. Ausserdem kann auf der App die Auslastung des gewählten Stellplatzes vorher eingesehen werden, und auch ein Stellplatz reserviert werden.

Bei unsere Ankunft ist der Platz halbvoll, - wir richten uns ein und wollen 2 Nächte hier bleiben. Heute spazieren wir ca. 500 m rauf nach Moustiers-Sainte-Marie und morgen wollen wir mit den Ebikes zur Verdonschlucht.

Moustiers-Sainte-Marie - wahrscheinlich das schönste Dorf in der Provence. Das Dorf Moustiers-Sainte-Marie liegt in einer außergewöhnlichen natürlichen Umgebung im Herzen der Alpes-de-Haute-Provence. Am Eingang der Verdon-Schlucht besitzt dieses wunderschöne Dorf in der Haute Provence einen authentischen Charme und verdient voll und ganz sein Label als eines der schönsten Dörfer Frankreichs.


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23.5.

Die Nacht war angenehm leise und heute morgen lacht schon wieder die Sonne vom Himmel. Unsere Solar-Module produzieren somit ausreichend Strom für den Campingalltag. Nach dem Frühstück radeln wir die paar Kilometer bis zum Eingang der berühmten Verdonschlucht. Unsere gesamte Tagestour fahren wir auf Asphalt, ideal für E-Mtb´s geeignet, da sie viele Höhenmeter und fantastische Aussichtspunkte bietet, ohne dass man große Anstrengungen unternehmen muss, um die spektakuläre Landschaft und die Klippen zu erleben. Es gibt immer wieder Haltepunkte von wo du einen spektakulären Blick auf den bis zu 700 Meter tiefen Canyon mit dem winzig wirkenden Fluss Verdon hast. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Aussichtspunkte Bevédère de Trescaire bas oder Bevédère de la Dent d´ Aire. Von der Brücke „Pont du Galetas“ erwartet dich eines der bekanntesten und beliebtesten Fotomotive des Grand Canyon de Verdon. Das türkisfarbene Wasser an der Öffnung der Schlucht steht im starken Kontrast zu seinen hellen grün bewachsenen Felswänden. Es schwappt durch die schönen und ungewöhnlichen Wasserfarben ein wenig karibisches Flair herüber. Einen kleinen Moment vergisst du, dass du dich in Frankreich befindest. Von der anderen Seite der Brücke hast du wiederum einen tollen Blick auf den Stausee Lac de St. Croix. Mit diesem Aussichtspunkt endet auch unser Ausflug in die Verdonschlucht.

Die gesamte Schlucht sind wir nicht ausgefahren, das behalten wir uns für ein anderes Mal auf. Wir werden sicher wieder einmal hierher zurückkommen. Am späten nachmittag geniessen wir die Sonne vorm Womo und planen für morgen...

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24.5. 

Heute wollen wir weiter nach Westen in die Nähe von Avignon. Für die 150 km Distanz nehmen wir diesmal die landschaftlich sehr reizvolle Route Nationale durch die Provence. Wir wählen den Camping La Roquette in Châteaurenard. Dieser liegt nur ca. 10 km entfernt von Avinon, ideal für eine Radausflug in die Stadt. Wir finden eine schöne Parzelle auf dem idylischen Campingplatz, auch ein grosser Pool ist vorhanden. Nachmittags radeln wir nach Avignon der ehemaligen Papststadt an der Rhone. Der Papstpalast, die Brücke Saint-Bénézet, die Türme und Stadtmauern sind die schönsten Orte in der Altstadt. Man glaubt sich zurück versetzt ins Mittelalter, wären nicht die vielen Touristen und Autos. Wir können uns kaum satt-sehen und flanieren staunend durch Gassen und Innenhöfe. Abends radeln wir zurück zum CP, die Tour endet nach ca. 30 km.

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25.5.

Es wird wärmer in der Provence und der Campingplatz hat so einen schönen Pool, darum legen wir heute einen Bade- und Pooltag ein. Vormittags besuchen wir aber zu Fuss den Wochenmarkt in Châteaurenard und versorgen uns mit ein paar lokalen Spezialitäten. Nachmittags liegen wir faul am Pool und schwimmen die eine oder andere Länge, auch ein Gläschen Bier/Wein darf es sein....

Abends wird gegrillt und bei einer Campingplatzrunde mit netten Plausch mit franz. Campern überrascht Daniela mit ihren fast perfekten französisch...

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26.5.

Ungern verlassen wir nach dem Frühstück diesen schönen CP, aber wir wollen ja noch mehr von der Provence sehen. Also auf nach Roussillon, ein weiteres wunderschönes Provence-Dorf. 42 km Landstrasse durch eine genau so schöne Gegend liegen vor uns. Am späten Vormittag parken wir den Camper auf dem Besucherparkplatz von Roussillon. Als erstes wandern wir hinauf zum Naturpark Luberon und den berühmten Ockerminen. Das Dorf Roussillon erlebte seinen Wohlstand durch den Abbau von Ocker, diese alten Minen können heute besichtigt werden, und das machen sehr viele Leute wie wir selbst erfahren haben. Nachher spazieren wir ins Dorf und genehmigen uns erst einmal eine Erfrischung. Wir schlendern durch die Straßen des Dorfes und bestaunen die roten Häuser, die Geschäfte, Handwerks- und Künstlerwerkstätten, Cafés und Restaurants, den Glockenturm oder die im 11. Jahrhundert erbaute Kirche Saint-Michel. Am späten Nachmittag starten wir den Camper und machen uns auf den Weg zum heutigen Stellplatz in Gargas/Apt, bis dorthin sind es ja nur 11 km. Auch ein schöner Stellplatz an einem Badesee und Sportzentrum, ideal für einen Abendspaziergang nach dem Abendessen.

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27.5.

Die Nacht war eher durchwachsen, ein paar Drift-Rowdies mussten mitten in der Nacht am angrenzenden Parkplatz die Reifen qualmen lassen. Nach einer halben Stunde war der Spuk dann vorbei und die restliche Nacht ruhig. Um 9:00 Uhr starten wir zur nächsten Etappe. Es sind 20 km zum Stellplatz Goult in der Nähe von Gordes. Ein grosser unparzellierter Stellplatz mit Strom und WC, es stehen nur ca. 10 Camper am Platz bis zum Abend werden es dann 30 Camper sein. Wir holen die Ebikes aus der Garage und rollen immer leicht bergauf nach Gordes, ca. 12km sind es bis dorthin.

Auf einem Hügel gelegen, dominiert das Dorf Gordes das Tal des Calavon und bietet einen Panoramablick auf herrliche Landschaften. Als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und vom renommierten amerikanischen Magazin „“Travel+Leisure““ zum schönsten Dorf der Welt gewählt, hat Gordes ein authentisches historisches Zentrum, das Geschäfte, Boutiquen, Kunstwerkstätten und Restaurants beherbergt. Heute ist Wochenmarkt in Gordes, also dem entsprechend viel los. Wir finden trotzdem einen freien Platz im Ladurée Gordes und lassen uns Kaffee und Macarons schmecken.

Zurück am Stellplatz spazieren wir noch zum Dolmen de l'Ubac. Leider habe ich mein iPhone im Camper vergessen, darum gibts leider kein Foto.

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28.5.

Wir fahren weiter nach Süden nach Lourmarin, unser letzter Ort in der Provence, bevor wir zur Cote d'Azur wechseln, nur 21 km müssen wir fahren. Heute nehmen wir wieder einmal einen Campingplatz weil dieser nahe am Ortskern von Lourmarin ist. Les Hautes Prairies - Camping Lourmarin ist ein beliebter Platz in der Gegend, dem entsprechend ist er gut besucht, wir bekommen aber noch einen schönen Platz.

Zu Fuss ist man in ein paar Minuten ins Dorf. Lourmarin trägt das Label Les Plus Beaux Villages de France, das an Gemeinden vergeben wird, die eine authentische und erhaltene Umgebung sowie ein außergewöhnliches Erbe bieten. Mit seinen verwinkelten Gassen, Herrenhäusern, alten Häusern und antiken Türen verdient Lourmarin diese Auszeichnung voll und ganz. Im historischen Zentrum finden Sie auch Geschäfte und Restaurants.

Das Schloss von Lourmarin, erbaut im 15. und 16. Jahrhundert von der wohlhabenden Familie d’Agoult, ist das erste Renaissance-Schloss in der Provence. Sorgfältig restauriert, ist es für Besucher geöffnet und beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstgegenständen und Möbeln.

Am Ende des Tages wissen wir nicht welches das schönste von uns besuchte Dorf in der Provence ist, alle haben ihren Reiz. Wir haben längst noch nicht alles gesehen in der wunderschönen Provence, ein Grund wieder zu kommen. Morgen früh geht es aber ans Meer, die Cote d'Azur ruft....

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29.5.

140 km bis an die Cote d'Azur - Christi Himmelfahrt - Langes Wochende - ganz Europa ist auf dem Weg nach Südfrankreich - so scheint es. Gott sei Dank, dass wir reserviert haben auf dem Campingplatz Les Tournels in Ramatuelle im Golf von Saint Tropez. Nicht ein einziger Platz ist mehr frei! Die Warteschlange an der Rezeption ist sehr lange, nach 30 Minuten warten bekommen wir unsere Unterlagen und können endlich unsere Parzelle beziehen. Der Ausblick von unserer Parzelle auf den Golf von Saint Tropez und den ankernden Jachten kann schon neidisch machen. Was für ein riesiger Platz mit gewaltiger Pool-Landschaft, normal nicht unser Ding, aber er liegt eben optimal für unsere geplanten Aktivitäten, wir bleiben 3 Nächte. Nachmittags fahren wir mit den Ebikes zum Strand und erkunden die Gegend ein wenig. Zur Feier des Tages (30. Hochzeittag) besorge ich eine Flasche guten Weisswein und wir machen es uns abends auf unserer Parzelle gemütlich.

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30.5.

Der Campingplatz ist zwar rappelvoll, aber trotzdem ist es nachts sehr ruhig, wir haben sehr gut geschlafen. Heute werden wir zuerst zum Cap Camarat und dann weiter ein Stück ins Hinterland nach Ramatuelle radeln. Viele Promis haben ihre Villen in diesem Dorf. Seit langer Zeit dient die exponierte Lage von Ramatuelle als Inspiration für Künstler. Zahlreiche Filmemacher, Schauspieler, Sänger und Fotografen ließen sich in dem Dorf nieder, um sich dem Blickfeld der Öffentlichkeit zu entziehen oder zu neuen Arbeiten zu inspirieren. Eine der berühmtesten Vertreterinnen unter Ramatuelles Persönlichkeiten war Kult-Schauspielerin Romy Schneider, die in der Region ein Grundstück mit Weinbergen erwarb. Weiterhin residierten David Hamilton und der französische Sänger Johnny Hallyday in der Stadt. Ramatuelle ist ein mittelalterliches Dorf mit typisch provenzalischem Charme, das sich ehrwürdig auf einem Hügel zu erheben scheint. Mit Blumen verzierte Häuser säumen die engen Straßen, die sich durch das Städtchen winden. Kleine Geschäfte und einladende Kneipen verleihen Ramatuelle städtisches Flair. Die gesamte Tour ist nur 20 km lang und so sind wir schon recht früh zurück am CP. Wenn man schon so eine tolle Pool-Landschaft hat werden wir diese auch nutzen, also ab in den Pool!!

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31.5.

Der letzte Tag an der Cote d'Azur! 

Cote d'Azur ohne Saint Tropez geht garnicht! Nur kommen wir nicht mit dem Bentley, Helikopter oder Yacht, sondern mit den Ebikes - und das ist gut so! Schon vormittags drängen die Besuchermassen in das bekannte ehemalige Fischerdorf, inzwischen Tummelplatz der Reichen und Schönen.....

Es kann nur von Saint Tropez die Rede sein, wenn millionenschwere Yachten auf die schneeweißen Strände der Côte d’Azur treffen und die oben Genannten an den Häfen flanieren. An der französischen Mittelmeerküste gibt es nur wenige Städte, die einen derartigen Glanz ausstrahlen.

Es dauert eine Weile bis wir endlich den berühmten Yachthafen erreichen, der Verkehr ist brutal und die Touristenmassen enorm. Wir sind uns einig: Nix wie raus hier! Nicht aber ohne zuvor den Place des Lices zu besuchen. Eingefleischte Louis de Funes-Fans erkennen hier bis heute die Schauplätze der legendären Gendarmerie-Filme wieder.

Beim Heimradeln machen wir einen Abstecher zum nicht weniger bekannten Pampelonne Beach, ein wirklicher Traumstrand an der Cote d'Azur, fast 5 km lang. Leider haben wir keine Badesachen dabei, macht nix, das Mittelmeer ist eh noch recht frisch Ende Mai. Wir besuchen noch einmal den CP-Pool, der ist geheizt.

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Eine wirklich traumhafte Reise geht zu Ende. Morgen machen wir uns Nonstop auf die Heimfahrt (828 km) und sind uns einig: Wir kommen sicher wieder!

​Unterhalb gibt es ein Youtube-Video von dieser Reise, viel Spass!


Video Provence und Cote d' Azur 2025