2.10.2025

Wie fast jedes Jahr, beschließen wir unser Camping-Jahr mit einem Aktiv-Urlaub in Südtirol. Campingreisen boomen von Jahr zu Jahr mehr und darum ist eine herbstliche Südtirol-Reise ohne buchen praktisch nicht mehr möglich. Wir suchen uns 5 mögliche Ziele, verschicken Email-Anfragen für unseren Wunschzeitraum und bekommen prompt 3 Absagen wegen Vollauslastung. Ein Platz antwortet erst gar nicht, und so fällt uns die Wahl dann nicht mehr schwer. Der Campingpark Steiner in Leifers, südlich von Bozen hat noch ein paar wenige Parzellen frei. Wir starten gegen Mittag von Zuhause und nach gut 2 Std. und 154 km Fahrt stehen wir vorm Schranken des Campingplatzes in Leifers. Als wir das Schild in der Einfahrt lesen, sind wir froh, dass wir gebucht haben. Die uns zugewiesene Parzelle ist schön sonnig und groß. Wir richten uns ein und machen uns bei einer Platzrunde mit den Annehmlichkeiten des Platzes vertraut. Ein wirklich schöner Campingplatz, der alles bietet was man braucht und noch viel mehr...

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist sehr vielversprechend und so planen wir am Abend vorm Womo schon die erste Tour für morgen.


3.10.2025

Ich hole die Ebikes aus der Womo-Garage und mache einen kurzen Check, ob alles OK ist bei den Rädern.

Nach dem Frühstück im Freien und den üblichen Camper-Kleinarbeiten starten wir zur ersten Radtour heuer in Südtirol. Durch Obstgärten fahren wir entlang der Etsch nach Süden und biegen kurz vor Auer links ab zum Kalterer See. Diese Gegend kennen wir sehr gut von früheren Reisen, wir wollen weiter nordwärts zum Großen Montiggler See. Durch Weingärten und Plantagen führt der sehr gut ausgebaute Radweg immer leicht bergauf Richtung Eppan. Der Kleine und der Große Montiggler See befinden sich zwischen ausgedehnten Misch- und Kieferwäldern bei Eppan. Der Große Montiggler See liegt in einer bewaldeten Senkung des Mitterbergs und bietet eine Badeanstalt an einem Ufer und ein paar Hotels, Restaurants und Cafes. Wir finden einen sonnigen Platz auf der Terrasse vom Restaurant Rast am See und bestellen Kaffee und eine sehr leckere Kastanientorte - also passend zur Jahreszeit. Wir radeln weiter vorbei am Kleinen Montiggler See nach Eppan, Girlan und Frangart und erreichen wenig später nach einer kurzen Abfahrt wieder das Ufer der Etsch. Entlang der Etsch geht es retour nach Leifers. Eine schöne Rundfahrt von fast 50 km beenden wir am Campingplatz mit einer Grill-Session und dem einen oder anderen Gläschen Wein & Bier.

Die GPX-Datei dieser Tour für das Smartphone oder GPS-Gerät kann HIER heruntergeladen werden.


4.10.2025

Bei unserem Campingplatz-Aufenthalt sind auch 2 Südtirol-Pässe inkludiert, diese wollen wir heute ausgiebig nutzen. Nicht nur alle Öffis sind inkludiert, sondern auch viele Seilbahnen, Gondeln und Liftanlagen von Trient bis zum Brenner. Der Linienbus nach Bozen hält direkt vorm Campingplatz und nach ca. 30 Minuten Fahrt steigen wir in Bozen-Busbahnhof aus. Zuerst spazieren wir in die Altstadt von Bozen und trinken am Waltherplatz einen Cappuccino bevor es weiter geht zum Obstmarkt und zur Talstation der Rittenbahn. Wir wollen hinauf zum Ritten oberhalb von Bozen, einem Hochplateau in sonnige Höhen, wo vor gut 300 Jahren die Sommerfrische erfunden wurde. Auch diese Gondelfahrt ist im Südtirol-Guest-Pass inkludiert. Während der grandiosen Panorama-Fahrt mit der Seilbahn genießt man nicht nur den freien Blick zu den Dolomiten, auch die berühmten Erdpyramiden kann man gut erkennen. Am Ritten laden die höchsten und schönsten Erdpyramiden Europas zum Gipfeltreffen: In Lengmoos, Oberbozen und Unterinn können die fast bizarr anmutenden Lehmkegel an gleich drei Standorten bewundert werden. Nicht zufällig wurde am Ritten bereits im 17. Jahrhundert Sommerfrische gemacht. Das Sonnenplateau ist wie geschaffen für Auszeiten vom Alltag. In den 15 Ortschaften lassen sich immer wieder schöne Ecken und Details entdecken. Und der Blick zum Schlern und den Dolomiten von hier aus ist atemberaubend. Zurück ins Tal nach Bozen führt ein schöner breiter Wanderweg durch Wälder, Felder, Obstgärten und kleine Weiler. Nach 9,7 km sind wir wieder in Bozen und nehmen den Bus zurück nach Leifers. Was für ein schöner Ausflug!

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5.10.2025

Die Hauptstadt des Trentino steht heute auf unserem Tagesplan. An Trient (Trento) sind wir unzählige Mal vorbeigefahren, aber haben die Stadt bis heute nie besucht, das wird heute nachgeholt. Die Zugfahrt Leifers - Trient ist auch im Südtirol-Pass mit drinnen, ein tolles Angebot! Wir spazieren ca. 2 km bis zum Bahnhof Leifers und die Zugfahrt nach Trient dauert ca. 1 Std. Der Bahnhof liegt sehr zentral, bis in die Altstadt sind es nur ein paar hundert Meter.

Die Hauptstadt des Trentino mit ihren 118.200 Einwohnern kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Nachdem sie von den Kelten gegründet und dann von den Römern erobert und auf den Namen "Tridentum" getauft worden war. Trient hat viel zu bieten: nicht nur geschichtsträchtige Denkmäler, Palazzi und Schlösser, sondern auch eine besondere Atmosphäre, Kultur und kulinarische Köstlichkeiten.

Hier eine Auswahl aus der Vielfalt der Überreste aus der Römerzeit, der Museen und der Palazzi: das Schloss Castello del Buonconsiglio, die Kirche Santa Maria Maggiore, der Domplatz mit dem Dom San Vigilio, der Palazzo Pretorio und der Neptunbrunnen, die Kirche San Apollinare und San Lorenzo, das Denkmal von Dante Alighieri.

Zum Abschluss wollten wir noch zum Aussichtspunkt nach Sardagna mit der Seilbahn. Leider war die Seilbahn wegen des starken Windes außer Betrieb. Somit blieb uns genug Zeit um auf ein kühles Getränk in der Altstadt einzukehren. Am späten Nachmittag bringt uns die Bahn wieder zurück nach Leifers. Am Campingplatz geht es zuerst einmal in den geheizten Pool, bevor wir den Tag im Campingrestaurant ausklingen lassen.

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6.10.2025

Eine weitere Leistung vom Südtirol-Guest-Pass sind verschiedene Wanderbusse zu diversen Ausgangspunkten von Wanderungen und Touren. Einen solchen Service wollen auch wir heute nutzen. Um 9:30 Uhr bringt uns der Bus direkt vom CP hinauf zur Schneiderwiesen oberhalb von Leifers. Hier ist der Startpunkt für eine Wanderung zu 3 Aussichtspunkten. Wir wandern zum 1. Punkt der Titschenwarte: der Panoramapunkt mit Blick auf den Schlern, die Rosengartengruppe, den Latemar und den Zanggen. Weiter führt der kleine Pfad zum Überhang vom Rotenstein, von wo aus man das Etschtal und die Dörfer Eppan, Kaltern und Leifers gut sehen kann. Ein Stück zurück zum Biotop auf dem gleichen Weg und dann weiter links zum Aussichtspunkt Rotwand, den 3. Aussichtspunkt. Dann weiter auf dem Weg Nr. 1 zurück nach Schneiderwiesen. Im gleichnamigen Gasthaus finden wir noch einen sonnigen Platz auf der Terrasse bei Radler, Kaffee und Apfelstrudel. Um 16:00 Uhr holt uns der Wanderbus hier wieder ab und bringt uns mit einer recht abenteuerlichen Abfahrt zurück zum Campingplatz.

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7.10.2025

Das Wetter meint es weiterhin gut mit uns, was uns sehr freut, das haben wir um diese Jahreszeit schon ganz anders erlebt in Südtirol.

Heute wollen wir ins Südtiroler Unterland mit den Ebikes. Schon gestern habe ich eine ungefähre Route am Laptop geplant und auf unsere Iphones gesendet. Zuerst umrunden wir den Kalterer See bevor wir immer am Sonnenhang entlang nach Tramin an der Weinstraße radeln. Als Heimat des Gewürztraminer Weines ist Tramin an der Südtiroler Weinstraße weltbekannt. Die Kultur- und Naturlandschaft mit dem nahen Kalterer See begeistert viele Urlaubsgäste jedes Jahr. Aber auch immer mehr Hopfen wird hier in der Gegend inzwischen angebaut. Eine wirklich schöne, gemütliche Radtour auf sehr gut ausgebauten Radwegen mit weiten Blicken hinunter ins Etschtal ist diese Runde. Wir fahren noch weiter nach Süden durch Kurtatsch, bevor wir in Margreid das Etschtal queren und am Radweg entlang der Etsch wieder nach Norden Richtung Bozen radeln. Am Ende des Tages haben die Ebikes 52 km mehr auf dem Tacho und wir haben wieder viele tolle Eindrücke mitgenommen. Nach einer entspannenden Pool-Stunde sitzen wir am Abend bei bestem Wetter vorm Camper und lassen uns das Gegrillte schmecken.

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8.10.2025

Heute gibt es Südtirol-Highlight! 

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran!

Nach dem Frühstück nehmen wir den Linienbus nach Bozen zum Bahnhof und steigen um auf die S-Bahn Bozen-Meran. Im Bahnhof Meran geht es dann wieder mit dem Bus weiter zum SchlossTrauttmansdorff. Alle Verbindungen sind im Südtirol-Guest-Pass inkludiert! Wir waren schon ein paar mal hier, kommen aber gerne immer wieder zurück zu einem der schönsten Gärten Europas.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff liegen auf einem sonnenverwöhnten Hang oberhalb von Meran. Auf 12 Hektar erstrecken sich 80 bunte Gartenlandschaften, die thematisch in 4 Gartenwelten gegliedert sind: den Waldgärten, den Sonnengärten, den typischen Landschaften Südtirols und den Wasser- und Terrassengärten. Dazwischen gibt es immer wieder Ruheoasen, wie der Palmenstrand mit Liegestühlen, die Macchia-Loge oder die Seebühne mit Liegestühlen. An manchen Stellen kannst du auf den Spuren von Kaiserin Sissi wandeln: Denn Trauttmansdorff war im Winter 1870 und 1889 die Residenz von Elisabeth von Österreich-Ungarn. Ein weites Panorama bietet die Aussichtsplattform des Architekten Matteo Thun.

Den ganzen Nachmittag verbringen wir in den Gärten, und bis wir alles gesehen haben sind wir eine Strecke von 6 km gelaufen. Zurück geht es auf dem gleichen Weg mit den Öffis.

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9.10.2025

Der letzte Tag in Leifers bricht an. Es ist nicht mehr ganz so schön wie die letzten Tage, aber es bleibt trocken und ist warm. Das spielt aber nicht so eine große Rolle, weil für heute ist nur ein Spaziergang zum Wochenmarkt in Leifers geplant. Die restliche Zeit verbringen wir mit relaxen auf unserer Parzelle und auch schon die ersten Campingsachen werden im Womo verstaut. Abends gibt es noch eine leckere Pizza im Restaurant Steiner, die Rechnungen werden bezahlt und das war es dann schon wieder mit Südtirol 2025. Eine weiter schöne Tour geht morgen zu Ende...



10.10.2025

Heimfahrt - wieder einmal ist die Brennerstrecke komplett verstaut! Wir bemerken das Stauende in Bozen-Süd rechtzeitig und können dadurch über Meran-Vinschgau-Reschenpass ausweichen. Der Weg ist zwar länger, aber wir können fahren und stehen nicht stundenlang im LKW-Stau auf der Brennerautobahn. Außerdem ist diese Route eh schöner zu fahren. Um 14 Uhr sind wir zuhause.



Unten das Youtube-Video dieser Reise